In der kommerzialisierten Medizin wimmelt es von Fehlanreizen. Sie verunsichert Patient:innen und frustriert gerade die engagierten Fachpersonen, die immer weniger Zeit für sie haben.
Die amm unterstützt das durch Brida von Castelberg initiierte Projekt zur Reduktion der administrativen Tätigkeiten im Spital oder Arztpraxen. Die Gruppe arbeitet interprofessionell mit Teilnehmenden aus fünf Kantonen und Institutionen und versucht gemeinsam und durch Einbringen eigener Erfahrungen für Alle Verbesserungen zu erarbeiten.
Es kristallisieren sich Themen, welche versuchsweise mit Involvierung aller relevanten Partner (Krankenkassen, BAG, Versorgungsanbieter) in Angriff genommen werden könnten.
Eine interprofessionelle Gruppe mit Mitgliedern aus verschiedenen Gesundheitsinstitutionen hat sich zum Ziel gesetzt, die administrativen Tätigkeiten zu reduzieren, um die wiedergewonnene Zeit der Patient:innen zu widmen. Der grösstmögliche Anteil der verfügbaren Ressourcen muss in die direkte Begleitung und Behandlung investiert werden.
Ausgelöst durch ein Interview des Tages-Anzeigers mit Brida von Castelberg, hat sich 2023 die Gruppe «Adminimierung» gebildet. Mit dabei sind Kaderpersonen des Gesundheitswesens aus fünf Kantonen, darunter auch mehrere Chefärzt:innen und Spital-CEOs. Besonders aktiv beteiligt sich der Kanton Baselland. Unterstützt wird die Gruppe vom unabhängigen Verein «Akademie Menschenmedizin» (amm), geleitet wird sie von Brida von Castelberg, Annina Hess und Susanne Anderegg, die auch in der amm aktiv sind.
In Untergruppen haben die Mitglieder die drei Bereiche Ärzteschaft, Pflege und Kostengutsprachen analysiert. Es wurden zahlreiche Gespräche geführt und vielversprechende Ansätze sowie bereits vorhandene gute Modelle angeschaut. Namentlich in den Spitälern Balgrist, Zollikerberg, USZ, Siloah, Muri, Bülach und Kantonsspital Baselland; in den ärztlichen Organisationen VSAO und FMH; beim BAG; bei den Krankenkassen Sanitas, CSS und Swica sowie beim neuen Kassenverband Prio.Swiss.
Im «Annex III zur Forderung 3 im amm-Manifest» werden die bisherigen Erkenntnisse zu ausgewählten Themen vorgestellt. Sie sollen die Diskussion über Adminimierung anregen und weitere Kreise zum Mitmachen bewegen. Funktionierende Modelle sollen als Vorbild dienen und landesweit übernommen werden.
Dann werden Sie aktiv. Unterstützen Sie die amm bei der Etablierung einer menschlichen Medizin.
Zusammen erreichen wir mehr!
Das amm-Manifest
13 Forderungen an das Gesundheitswesen
12. März - Bern
02. Juni - St. Gallen,
02. September - Zürich
20. Oktober - Basel
18 bis 20 Uhr mit anschliessendem Apéro
